Wiener Sängerknaben 

Die Wiener Sängerknaben waren am 17.12.2013 für ein Weihnachtskonzert zu Gast in Merkers, die schönsten Momente des Abends haben wir für Sie festgehalten.

Aktuelle Konzerterlebnisse unter Tage finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Wiener Sängerknaben

Als Mitglieder der Wiener Hofmusikkapelle musizieren sie jeden Sonntag mit Mitgliedern der Wiener Philharmonikern und des Wiener Staatsopernchors: die Wiener Sängerknaben. Sie reisen viel und sie sind auf den Bühnen der Welt zu Hause. Auch 2013 ist einer der vier Chöre wieder auf Deutschland-Tournee – und gastieren u. a. 500 Meter unter der Erde – im Erlebnis Bergwerk Merkers.

Es ist ein bisschen wie in bei Harry Potter in Hogwarts: Dort gibt es vier Häuser, bei den Wiener Sängerknaben gibt es vier Chöre. Der künstlerische Leiter Gerald Wirth entscheidet, wie der Große Hut, welchem Chor man zugeteilt wird. Die Chöre sind nach österreichischen Komponisten benannt, die alle einst selbst Sängerknaben waren: Bruckner, Haydn, Mozart und Schubert.

Die Wiener Sängerknaben sind der älteste Knabenchor der Welt, der nicht zu einer Kirche gehört. Und einer der mobilsten. Als Gründer gilt Kaiser Maximilian I. (1459 – 1519): Das Reisen gehörte bereits für seine Kapelle zum Alltag. Die Musiker begleiteten den Kaiser zu mehreren Reichstagen, und nahmen dabei manches in Kauf. 1496 wurden sie in Augsburg zurückgelassen: Der Kaiser zog in den Krieg, die Musiker saßen fest, ohne Geld, bis ein Bote des Kaisers sie holte. Als Maximilian 1498 seinen Hofstaat von Innsbruck nach Wien verlegte, befahl er, dass sich unter den Musikern auch „sechs Mutanten Knaben“ befinden sollten: die Ahnen der Wiener Sängerknaben.

Bis 1918 sang der Chor ausschließlich für den kaiserlichen Hof. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie verwandelte Josef Schnitt, Rektor der Burgkapelle, den Knabenchor in einen privaten Verein, aus den kk Hofsängerknaben wurden die Wiener Sängerknaben.

Chronischer Geldmangel zwang den Chor 1926 dazu, erstmals außerhalb der Burgkapelle Konzerte zu geben – mit unglaublichem Erfolg. Im gleichen Jahr sangen die Sängerknaben in Berlin, Prag und Zürich. 1928 folgten Auftritte in Athen und Riga, 1929 in Spanien, Frankreich, Dänemark, Norwegen und Schweden. 1932 fand die erste USA-Tournee statt. Heute stehen Europa, Asien und Nordamerika jedes Jahr auf dem Tourneeplan; alle zwei bis drei Jahre kommen Südamerika und Australien dazu.

2007-2008 begleitete Regisseur Curt Faudon die Wiener Sängerknaben auf ihren Auslandstourneen. Ergebnis ist Silk Road, eine Mischung aus Spielfilm, Dokumentation und Roadmovie.

Auch 2013 kommen die jungen Globetrotter aus Wien wieder nach Deutschland – und gastieren u.a. 500 Meter unter der Erde – im Erlebnis Bergwerk Merkers…

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