Das Werra-Fulda-Kalirevier ist mit 1000 Quadratkilometern eine
der größten zusammenhängenden Lagerstätten in Deutschland. Es erstreckt
sich von Berka im Norden bis südlich von Fulda und erreicht in
Ost-West-Richtung seine größte Ausdehnung zwischen Bad Salzungen und
Bad Hersfeld.
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Das Salzgebirge wird abgedeckt durch den Oberen Werra-Ton, der es über
mehr als 200 Millionen Jahre weitgehend vor einer Auflösung durch
Grundwasser geschützt hat. Es folgen weitere Gesteine des Zechsteins, bestehend
aus anhydritischen, tonigen und kalkig-dolomitischen Mineralien.
Das Deckgebirge im Werra-Fulda-Kalirevier wird von den Sedimenten
der Trias (Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper) gebildet, wobei allerdings
der Buntsandstein auf weiten Flächen überwiegt.
Barrentheorie
"Wie kommt das Salz in die Erde?" Für diese Frage gibt es mehrere
wissenschaftliche Erklärungsversuche, von denen die so genannte Barrentheorie -
des Geologen Ochsenius - wohl die wahrscheinlichste ist.
Sie besagt in Kürze zusammengefasst:
In der Zechsteinzeit - vor über 230 Millionen Jahren - waren große Teile
Mitteleuropas wie auch anderer Regionen von einem Binnenmeer bedeckt, das
vom offenen Ozean durch seichte Meerengen (so genannte Barren) weitgehend
abgetrennt war. Durch starke Sonneneinstrahlung - damals herrschte in unseren
Breiten ein wüstenähnliches Klima - verdunstete das Wasser wie in einer
gigantischen Siedepfanne.
Der Salzgehalt des Gewässers erhöhte sich, bis die gelösten Minerale
(Karbonate, Sulfate und Chloride) auskristallisierten und auch Schichten
kalihaltiger Minerale bildeten. So entstanden zum Teil mehrere hundert
Meter mächtige Ablagerungen, die dann während der weiteren erdgeschichtlichen
Entwicklung durch wasserundurchlässige Schichten abgedeckt und deshalb
vor Wiederauflösung geschützt wurden.
Damit verfügen wir heute über ein Naturprodukt, das die Wärme der Sonne
aus reinem Meerwasser zu einer Zeit geschaffen hat, als es noch keine
Umweltverschmutzung gab.
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